< „Österreich“ wird Kapitän folgen wie ein braver Hund 08.02.2018

Auf der „Oesterreich“hat die dritte Phase begonnen

Jetzt wird der Decksbelag aufgebracht und der „Stapellauf“ im April vorbereitet. Presse-Artikel "VN Heimat"


Jürgen Zimmermann und Franz Opolzer besprechen das Reling-Muster.

FUSSACH

Nach dem „Ausräumen“ des Schiffs und den umfangreichen Metallarbeiten gehen die Fachleute an die dritte Phase der Restaurierung – jetzt werden auch andere Materialien verarbeitet und der „Stapellauf“ vorbereitet. Dieser ist – so Jürgen Zimmermann und Franz Opolzervon der ÖSWAG bei einem Lokalaugenschein – für April vorgesehen.

Exklusive Decksbeläge

Dieser Tage rücken Spezialisten einer Firma aus Würzburg an, um die Decksbeläge zu verlegen. „Es war“, so Zimmermann, „ein schwieriges Unterfangen, eine Firma zu finden, die unseren Ansprüchen gerecht werden kann.“ Die Decks sind nämlich nicht wirklich eben, „es gibt über die ganze Fläche Abweichungen bis zu 40 Millimeter die durch den Belag ausgeglichen werden müssen“, so Zimmermann.

Zimmermann: „Es hat einige Zeit gekostet, bis wir eine Spezialfirma für die Decksbeläge gefunden haben.“

Jedes Detail austüfteln

Für den Lokalaugenschein hat Opolzer ein 1:1-Muster für die Reling vorbereitet, um es mit Zimmermann zu diskutieren. „In natura sieht das einfach ganz anders aus als auf einem Plan oder bei einer Computersimulation, da lassen sich mögliche Änderungen besser diskutieren“, so Zimmermann, der anmerkt, dass bei den vielen Details stets mehrere Aspekte zu berücksichtigen sind. „Wir wollen einerseits mit dem Nachbau möglichst nahe an das Original von 1928 herankommen, andererseits müssen heutige Sicherheitsstandards eingehalten werden. Zum dritten ist die Konstruktion auch eine Frage der Optik und schließlich geht es auch um die Einfachheit und damit unter dem Strich die Kosten. So sind bei jedem Detail viele Kriterien unter einen Hut zu bringen.

Zeitplan modifiziert

Diese akribische Planung bis ins kleinste Detail macht auch verständlich, dass der ursprüngliche Zeitplan „Fertigstellung Sommer 2018“ nicht zu halten ist. Jetzt hofft Zimmermann, dass die „Oesterreich“ nach Möglichkeit noch heuer zu ihrer zweiten Jungfernfahrt in See stechen kann. „Wir machen uns deswegen keinen Druck, weil wir die Qualität vor die Geschwindigkeit setzen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir es hinbekommen.“

Ende April ins Wasser

Konkreter sind da schon die mittelfristigen Zeitpläne. „In der Einhausung werden in den kommenden Wochen die Arbeiten fortgesetzt und der Wechsel auf die Heling vorbereitet. Diese Übersetzung erfolgt Anfang bis Mitte April und dann werden die schweren Teile (Motoren, Generatoren, Steuerhaus usw.) eingebaut. Ende April soll das Schiff ins Wasser gehen und auf den Liegeplatz in Hard überführt werden, wo dann der Innenausbau mit allen Installationen erfolgt.“

Finanzierungs-Lostag

Auch die Finanzierung sieht Zimmermann auf gutem Weg und ist gespannt auf die Entscheidung über eine Förderung aus Interreg-Mitteln. „Der Vorbescheid im Dezember war positiv und wir sind zuversichtlich, dass hier Mittel unter dem Titel Förderung von Kulturgüter-Erhalt bewilligt werden.“ stp