< „MS Österreich“ vor Vollendung 26.04.2018

„Hohentwiel“ lässt sich wiederhinter die Kulissen blicken

Am Tag der offenen Tür am Sonntag wird „Oesterreich im Rohbau“ leider fehlen. Presse-Artikel "VN Heimat"


HARD Auch heuer feiert die Mannschaft des Raddampfers „Hohentwiel“ den Saisonstart mit einem Tag der offenen Tür, der traditionell auch für die Seepolizei, die Wasserrettung und die Feuerwehr mit ihrem Einsatzboot „Föhn“ eine Gelegenheit bietet, sich den interessierten Besucherinnen und Besuchern an der Anlegestelle im Harder Hafen zu präsentieren.

Ohne besondere „Zugabe“

Für heuer war am Sonntag, 10 bis 17 Uhr, noch eine ganz besondere „Zugabe“ geplant, denn neben der „Hohentwiel“ sollte auch die „Oesterreich“ anlegen. Nach mehr als 20 Monaten Restaurierungsarbeiten in der Fußacher Werft sollte der „Rohbau“ dieser Tage auf den Weg nach Hard gebracht werden, wo bis Ende des Jahres die Arbeiten fortgesetzt und abgeschlossen werden.

Das stolze Schiff, das erste große Motorschiff auf dem Bodensee, sollte am „Hohentwiel-Tag“ im „Rohbau-Zustand“ im Harder Hafen zur Besichtigung bereitstehen.

Daraus wird leider nichts, denn die Arbeiten auf der Helling haben sich verzögert, die Überführung von Fußach nach Hard muss warten. Dessen ungeachtet wird das Team um Jürgen Zimmermann – Geschäftsführer der Museumsschiff Oestereich GmbH und Co-Obmann des Fördervereins Museumsschiff Oesterreich – über den Stand der Arbeiten und Details der weiteren Restaurierung informieren und um Unterstützung für das Projekt werben.

Länger als geplant bleibt die „Oesterreich“ auf der Helling in Fußach.

Symbolisch Miteigentümer

Bekanntlich wird bei dieser Restaurierung das 1928 in Dienst gestellte Motorschiff in den Originalzustand versetzt und dabei technisch auf den neuesten Stand gebracht. Zur Finanzierung werden neben öffentlichen Fördermitteln, Investitionen von Großgesellschaftern und Bankkrediten auch Mittel von „Oesterreich“-Freunden lukriert, denn über Patenschaften kann sich jedermann symbolisch Miteigentum erwerben, indem er Ausrüstungsgegenstände, Mobilar udgl. erwirbt. Mit einem Metallschild werden dann die so finanzierten Gegenstände – angefangen von Tischen und Stühlen über Bänke bis hin zu Top-, Bug-, Heck- und Seitenlichtern oder Masten und sogar Radaranlage und Rettungsboot als Eigentum des Paten ausgeschildert.

„Hohentwiel“ wieder wie neu

Befindet sich die „Oesterreich“ noch im Rohbauzustand in Fußach, so präsentieren Dampferkapitän Adi Konstatzky und seine nautische und gastronomische Crew die „Hohentwiel“ wieder wie neu, denn nach der Winterpause wurde das stolze Schiff in wochenlanger Arbeit wieder wie gewohnt auf Hochglanz gebracht.

Der „Seemanns-Chor Friedrichshafen“ – im Bild eine kleine Abordnung des Chores – wird auch heuer den Tag der offenen Tür bereichern.

Dampfschiff hautnah

Die „Hohentwiel“ wird sich den Besuchern öffnen. Neben Rundfahrten – um 11, 13 und 15 Uhr jeweils eine Stunde – wird auch eine Führung einschließlich Maschinenraum mit Dampfmaschine angeboten.

Für musikalische Unterhaltung sorgt der „Seemanns-Chor Friedrichshafen“ mit Auftritten von 13 bis 14 und 15 bis 16 Uhr. Der Chor wurde 2007 gegründet und besteht derzeit aus rund 50 Mitgliedern, von denen am Sonntag mehr als die Hälfte nach Hard kommen werden. STP

Bei Rundfahrten soll „Lust auf mehr“ geweckt werden.
Der Tag der offenen Tür gilt auch für den Maschinenraum, für den es Gelegenheit zur eingehenden Besichtigung gibt.